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Shea Butter

 

1. Stammpflanze

Karitébaum, Sheabaum, Vitellaria paradoxa

2. Vorkommen

Der Sheabaum ist verbreitet von Westafrika bis zur Ober-Nil-Region und ist ein charak-teristischer  Baum des Savannen-Holzlandes. Das natürliche Vorkommen des Baums sind die südlichen Regionen der Sahel und die nördlichen Regionen der Guinea-Zone.

3. Beschreibung

Der Sheabaum hat eine Höhe von 6 – 12 m und ist ähnlich knorrig wie eine Eiche. Die grossen Blätter befinden sich in Büscheln am Ende der dicken Zweige und sind verlängert-länglich und vorne gerundet mit einem welligen Rand. Die Blüten wachsen in dichten, kopfartigen Büscheln von 50 bis 100 Blüten, diese sind cremeweiss und duften sehr stark nach Honig. Die eiförmigen Steinfrüchte haben eine Grösse von 4 – 5 mal 3 cm mit einer dicken Schale und sind meist einsamig. Die Samen haben eine ähnliche Form wie die Frucht und sind krustig, kastanienartig mit einer bräunlich-glänzenden Farbe. Das reife Fruchtfleisch ist essbar. Erst mit einem Alter von 40 – 50 Jahren erreicht der Sheabaum seien maximalen Ertrag. Geerntet wird im Juni und Juli.

 

5. Gewinnung

Zur Gewinnung werden die Früchte des Sheabaumes manuell gesammelt und in Gefässen oder einer Grube übereinander geschichtet. Es folgt eine Entfernung des Fruchtfleisches . Anschliessend werden die gewonnenen Nüsse an der Sonne oder in aus Ästen gebauten Öfen, unter den ein Feuer brennt, getrocknet. Eine andere Möglichkeit ist, die Nüsse zuerst zu kochen und anschliessend an der Sonne zu trocknen. Zur Entfernung der Schale werden die Nüsse in Ölmühlen gemahlen und in grobmaschigen Körben gesiebt, um die Hüllen von den Kernen zu trennen. Kleine Teile werden vom Wind weggeblasen, Schalen fallen zu Boden und die Kerne bleiben im Korb.



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Die Kerne werden in einem Ofen extrahiert, in einrt Mühle oder Reibschale zerkleinert  und diese fettige Masse lange mit Wasser von Hand bearbeitet, bis die Shea Butter annähernd weiss wird und sich von Verunreinigungen trennt. Dazu wird eine grosse Menge an Wasser benötigt. Der hierbei gewonnene Extrakt wird bis zur vollständigen Entfernung des Wassers gekocht, filtriert und schliesslich verpackt.

Schwarze  She Butter erhält man, indem man die Kerne etwa 15 bis 30 Minuten lang in heissem Sand oder über Feuer in geeigneten Behältnissen röstet. Die so gewonnene grobe Butter wird vor allem für kulinarische Zwecke verwendet, weisse Sheabutter hingegen wird keinem Röstvorgang unterworfen.


6. Charakter

Farbe:

Weisse Sheabutter: Elfenbeinfarbig, leicht gelblich, wie weisse Schokolade

                                    Weichwachs, schmalz- bis talgähnliches grün-gelbliches

                                    bis fast weisses Fett

Schwarze Shebutter: nicht homogen, grau, klumpig

Geruch:

Weisse Sheabutter: je nach Herkunft fettig, etwas fruchtig, aromatisch, nussig, leicht     

                                   speckinger Geruch

                                   oder

                                   fettig, hölzern, würzig, rauchig

Schwarze Sheabutter: aromatisch, balsamartig, durchdringend, dominant, rauchig           

Sheabutter ist auch unter tropischen Bedingungen sehr lange haltbar, bis zu 4 Jahren.

Das besondere an Sheabutter ist der hohe Anteil an unverseifbaren Bestandteilen (etwa 75 % Triterpene, daneben Ölsäure, Triterpenalkohole, Vitamin E, Beta-Karotin und Allantoin), der Anteil liegt zwischen 8 und 11 Prozent.

Für den Export wird Sheabutter meist raffiniert. Danach ist es dann geruchlos, zäh und in der Farbe weiss. Das Beta-Karotin geht dabei verloren.


Fettsäurezusammensetzung:                                                       

                                                                           in %                                       

Laurinsäure                                                       0.4

Myristinsäure                                                     0.3                            

Palmitinsäure                                                 3 – 8                         

Palmitoleinsäure                                              0.2                            

Stearinsäure                                               28 - 45                                 

Ölsäure                                                        42 - 59                                 

Linolsäure                                                        3 - 9                          

Linolensäure                                                     0.4                            

Arachinsäure                                                  1 - 2     

                     

Physikalische Kennzahlen

Brechungsindex: n20/D              1.463 – 1.467

Dichte: d 15/15                             0.916 – 0.918

Verseifungszahl:                                 178 - 198

Iodzahl:                                                      52 - 66

Unverseibares:                                           2 - 11 %

Schmelzpunkt:                                        32 – 45 ° C

Titer ° C                                                    48 – 54


7. Verwendung


In der Pharmazie und Medizin

Als Dermatotherapeutikum und zur Senkung des Cholesterinspiegels.


In der Kosmetik

Hoher Anteil an Unverseifbarem wirkt sich unter tropischen Bedingungen sehr positiv für die Haut aus, indem sie sie geschmeidig macht und vor dem Austrocknen verhindert.


In der Lebensmittelindustrie

Als Ersatz für Kakaobutter, die meist wesentlich teurer ist.


Quelle: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle, Springer Verlag

31.1.2012


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