Problematik Palmölplantagen


Urwaldabholzung

Die Palmölproduktion wurde in den letzten Jahren stark ausgeweitet, insbesondere in Indonesien. Im Jahre 2010 übertraff Indonesionen erstmals Malaysia bei der Produktion an Palmöl.

Die schnelle Ausweitung der Plantagen in Indonesien wurde initiiert von der indonesischen Regierung durch die Gewährung von  Prämien. Dadurch wurden falsche Anreize gegeben und der Urwald wurde auf Kalimantan und Sumatra stark abgeholzt. Jährlich werden in Indonesien 200 000 Hektaren Urwald vernichtet.


Kahlschlag Tinjar:Sarawak

   Kahlschlag bei  Tinjar - Sarawak/Malaysia


Ob dies nicht schon genug katastrophal wäre, wurden vermehrt Plantagen in Feucht- und Moorgebieten angelegt. 

Die grosszügigen Prämien führten teilweise dazu, dass nur der Urwald abgeholzt wurde und danach keine Anpflanzung von Ölpalmen erfolgte. Dies bedeutet jedoch für die Umwelt eine Katastrophe durch starke Bodenerrosion.


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Dabei wäre die Ölpalme bei einer vernünftigen Anlage der Plantagen eine unschlagbare Ölpflanze bezüglich Ernteertrag pro Hektare bei relativ geringem Einsatz von Dünger und Agrochemie. Liegen die Erträge pro Hektare je nach Anbaugebiet zwischen 3 und 4 Tonnen. In Spitzenplantagen werden aber bereits heute Erträge von 7 bis 8 Tonnen erreicht. Würden die Anreize durch Prämien für den Austausch für ertragstärkere Ölpalmen gesetzt, könnte die Weltproduktion von heute über 40 Mio Tonnen auf über 80 Mio Tonnen sukzessive verdoppelt werden in einem Zeitraum bis etwa 25 Jahren. Der gute Ertragszyklus einer Palme beginnt mit etwa 4 bis 5 Jahren und endet etwa zwischen 25 und 33 Jahren.


Palmölplantage mit Palmölfabrik Sumatra

   Palmölplantage mit Fabrik auf Sumatra

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